Auf Entdeckungsreise mit dem seehas

Romantische Seeufer, waghalsiger Wassersport, traditionsreiche Städte und Gemeinden und jede Menge Kultur- und Freizeitangebote: Kaum eine Region ist so reich an landschaftlichen und kulturellen Schätzen wie der Bodensee. Schon in vorgeschichtlicher Zeit siedelten hier Menschen, da die Region als besonders klimastabil und fruchtbar galt. Heute ist der Bodensee ein absoluter Touristenmagnet.

Für die Bewohner der Region ist der seehas zwischen Konstanz und Engen etwas ganz Besonderes: Seinen Namen erhielt er von den Fahrgästen persönlich im Rahmen einer Umfrage. Er bezeichnet ein Fabelwesen des Bodensees zwischen Fisch und Hase, das auch als Skulptur unter anderem am Kaiserbrunnen auf der Marktstätte in Konstanz besichtigt werden kann.

Mit dem seehas ist es ganz einfach, auf Entdeckungsreise zu gehen. Seine Haltepunkte befinden sich größtenteils in direkter Nähe zum See und zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Er verkehrt überwiegend im 30-Minutentakt. So beginnt der Spaß bereits bei der Anreise, denn der seehas bringt Sie stressfrei und bequem ans Ziel. Die modernen FLIRT-Fahrzeuge bieten Komfort und viel Platz, auch für mobilitätseingeschränkte Reisende, Familien mit Kinderwagen oder Radfahrer. So wird zum Beispiel eine Tour auf dem Bodenseeradweg zu einem entspannenden und unvergesslichen Erlebnis.

Streckenband

© AG HegauEngen

Schroffe Berge durchziehen die von Vulkanen geprägte Landschaft rund um Engen und erzählen Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Bedeutende Funde belegen die Besiedlung dieses Fleckchens Erde bereits vor 14.000 Jahren. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Engen im 11. Jahrhundert, der Erhalt der Stadtrechte folgte zwei Jahrhunderte später. Heute noch ist die mittelalterliche Idylle deutlich spürbar. Besonders sehenswert sind der Marktplatz, das Städtische Museum Engen + Galerie, die Stadtkirche und die Brunnenskulpturen. Der Hausberg Hohenhewen bietet eindrucksvolle Ausblicke, von der einstigen Burgfestung sind nur noch Ruinen zu sehen.

Singen

Das Stadtgebiet von Singen war bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt und liegt inmitten der unberührten Hegaulandschaft. Auf dem benachbarten Hausberg Hohentwiel thront majestätisch die gleichnamige Festungsruine – die größte Burgruine Deutschlands. Nehmen Sie sich in Acht vor dem ehemaligen
Burgvogt Poppolius Maier: Wegen seiner Untaten soll er der Sage nach keine Ruhe finden, als Geist im Hegau herumirren und Wanderer mit seinen Streichen ärgern.

Radolfzell

Um das Jahr 826 schilderte ein unbekannter Reichenauer Chronist die Gründung der „Cella Ratoldi“ nach Bischof Ratold auf dem damaligen Boden des Klosters Reichenau. Von einer beschaulichen Fischer- und Weinbauernsiedlung am Nordufer des Bodensees entwickelte sich Radolfzell schließlich zu einer bekannten Wallfahrtsstätte. Heutige Anziehungspunkte sind vor allem die lange Seepromenade, die malerische Halbinsel Mettnau mit großem Naturschutzgebiet und die autofreie Altstadt.

Markelfingen

Reizvoll zwischen dem Untersee und dem Mindelsee gelegen, kann auch der Radolfzeller Stadtteil Markelfingen auf eine lange Geschichte zurückblicken. Steinzeitliche Funde einer Pfahlbausiedlung und Grabhügel aus der Hallstattzeit belegen die frühe Besiedlung des Gebiets. Im Mittelalter bestimmte größtenteils der Weinbau das Leben der Einwohner.

Allensbach

Mit der Anlegestelle der Reichenaufähre und als Marktflecken machte sich Allensbach bereits früh einen Namen. Noch länger zurückliegende Besiedlung belegt u. a. ein Fund, der im Winter 2002/03 gemacht wurde. Gemeint ist der bekannte Steinzeitdolch von Allensbach. Er ist perfekt aus einem oberitalienischen Feuerstein mit vollständig erhaltenem Holzgriff gearbeitet. Heute ist Allensbach vor allem für das Institut für Demoskopie, die Kliniken Schmieder und natürlich sein reges Kulturleben bekannt.

Hegne

Im Allensbacher Ortsteil Hegne trifft man auf die imposante Schlossanlage. Ende des 16. Jahrhunderts erwarb sie der Bischof Andreas von Österreich, der dort laut Überlieferung ein Gehege für exotische Tiere herrichten ließ. Sein Traum war es, am Ufer des Bodensees auf Löwenjagd zu gehen. 1892 ging das Gebäude in den Besitz der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz über.

© Keller-ReichenauReichenau

Mit einer Länge von 4,5 km und einer Breite von 1,5 km gilt Reichenau als die größte der drei Bodenseeinseln. Seit 2000 zählt die ehemalige Klosterinsel aufgrund ihrer religiösen und kulturhistorischen Bedeutung zum Welterbe der UNESCO. Besonders sehenswert sind neben der Klosteranlage und den malerischen Uferwegen die drei Reichenauer Kirchen, die zur Zeit der Karolinger und Ottonen von herausragender Bedeutung waren.

Konstanz

Mit mehr als 82.000 Einwohnern ist Konstanz die größte Stadt am Bodensee. Als traditionelle Handelsstadt spielte sie im Laufe der Jahrhunderte eine wesentliche Rolle. Schon im 4. Jahrhundert war Konstanz römischer Stützpunkt, davon erzählt unter anderem das Römerkastell auf dem Münsterplatz, das 2003 ausgegraben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Sagenhafter Bodensee

© Tabea Rother – fotolia.comBestehend aus den drei Gewässern Ober-, Untersee und Seerhein bildet der Bodensee nach dem Platten- und dem Genfersee das drittgrößte Binnengewässer Europas. Namensgeber war vermutlich Bodman, das im Mittelalter als fränkische Königspfalz, alemannischer Herzogssitz und Münzstätte von überregionaler Bedeutung war und heute gemeinsam mit Ludwigshafen (Landkreis Konstanz) eine 4.000 Einwohner-Gemeinde umfasst.

Der Sage nach wurde wegen seiner Tiefe angenommen, dass weit unter der Erde ein Wasserarm des Bodensees bis nach Schweden in einen kleinen See reicht. Damalige Experimente bestätigten diese Annahme: Wurden in den schwedischen See Fische gesetzt, die normalerweise im Bodensee nicht vorkamen, so wurden diese kurze Zeit später auch dort gesichtet. Im Bodensee gibt es drei nennenswerte Inseln – Reichenau, Lindau und Mainau. Als größte der drei gehört die Reichenau zum Welterbe der UNESCO und beherbergt das ehemalige Kloster Reichenau sowie drei bedeutende romanische Kirchen, darunter das Münster St. Maria und Markus aus dem 9. Jahrhundert mit der sehenswerten Münsterschatzkammer und dem Reliquienschrein des Evangelisten Markus.

Aufgrund seiner Tiefe und der verhältnismäßig großen Wassermenge unterliegen die Temperaturen nur in geringem Umfang jahreszeitlichen Schwankungen. Das Klima gilt als durchgehend mild und wird aufgrund der Nähe zu den Alpen von saisonalen Föhnwetterlagen beeinflusst. Auch die Tier- und Pflanzenwelt der Bodenseeregion hat einiges zu bieten: Große Naturschutzgebiete bilden Rückzugsmöglichkeiten für eine Vielzahl an Vogel- und Fischarten.

Unzählige Maler und Schriftsteller inspirierte der Bodensee zu künstlerischen Werken, darunter Otto Dix, Fritz Mühlenweg, Annette von Droste-Hülshoff, Joseph Victor von Scheffel, Martin Walser und nicht zuletzt Hermann Hesse. Der Zauber dieser beeindruckenden Natur- und Kulturlandschaft, die ihnen als Muse diente, ist bis heute lebendig und kann auf zahlreichen Rad- und Wanderwegen, in den Strandbädern und Orten wiederentdeckt werden. Weitere Infos unter www.bodensee.eu

Engen & Singen

Die herrliche, von Vulkanen geprägte Hegau-Landschaft lädt zu ausgiebigen Entdeckungstouren ein. Wie wäre es mit einer Wanderung zu Engens Hausberg Hohenhewen? Auf der Spitze des höchsten der Hegauberge befinden sich Überreste der gleichnamigen Burgruine aus dem frühen Mittelalter, von der aus eine beeindruckende Aussicht lockt. Ab dem Engener Bahnhof ist der Rundweg „Hohenhewen“ durch den Schwarzwaldverein markiert (weißrote Raute auf gelben Grund). Für historisch Interessierte ist ein Ausflug in den Eiszeitpark Engen genau das Richtige. Das Steinzeitlager am Petersfels gibt Einblicke in die Natur und das Leben der Menschen vor 15.000 Jahren. Zudem lohnt sich ein Besuch des Städtischen Museums Engen + Galerie.

In Singen bieten die typischen Hegauberge und Vulkanreste tolle Aussichtspunkte: Dazu gehören Hohenkrähen und natürlich Singens Hausberg Hohentwiel, auf dessen Spitze die Ruine der Festung Hohentwiel, der größten Festungsruine Deutschlands, thront. Mit dem Rad bietet sich eine Tour auf dem Radweg nach Schaffhausen zum größten Wasserfall Europas an. Geschichte zum Anfassen gibt es im Archäologischen Hegau-Museum. Ein weiterer Höhepunkt der Singener Kulturlandschaft ist die Stadthalle Singen mit abwechslungsreichen Veranstaltungen. Weitere Infos unter www.engen.de und www.singen.de

Radolfzell & Markelfingen

© Elvira Schäfer – fotolia.comOb Baden in malerischer Natur oder Wandertouren in der Umgebung – Naherholung und viele Möglichkeiten der Entspannung finden Ausflügler im idyllisch direkt am See gelegenen Radolfzell. Frische Seeluft, weite Wasserflächen und eine Vielzahl an Sonnenstunden machen den Kurort zu etwas ganz Besonderem. Die engen Gassen der Altstadt beherbergen historische Gebäude wie das Spätgotische Münster „Unserer Lieben Frau“ und die Alte Stadtapotheke, in der das Stadtmuseum untergebracht ist.

Am flach abfallenden Ufer der Halbinsel Mettnau befindet sich ein großes Strandbad mit Kinderspielplatz, Floß und vielen Aktiv-Angeboten. Wen es weiter aufs Wasser hinauszieht, der„heuert“ auf einem der Schiffe an, die von Radolfzell aus zur Klosterinsel Reichenau fahren.

Hoch hinaus geht es im größten Kletterzentrum der Region, dem Kletterwerk Radolfzell, und wer sich mal so richtig verwöhnen lassen will, ist in der Bora Saunaoase in unmittelbarer Nähe des Seeufers genau richtig.

Ein „Meer“ an Entspannung bietet der staatlich anerkannte Erholungsort und Radolfzeller Ortsteil Markelfingen. Im Strandbad mit flach abfallendem Badestrand, Spielplatz, Wassersportangeboten und Gastronomie kommen Urlaubsgefühle auf. Weitere Infos unter www.radolfzell.de und www.markelfingen.de

Allensbach & Hegne

Wandern, Nordic Walking, Rad fahren, Segeln, Surfen oder Schwimmen: In Allensbach kommen sowohl Ausflügler als auch Sportbegeisterte auf ihre Kosten. Von April bis in den Oktober hinein heißt es „Leinen los!“, denn dann verkehrt die MS Gnadensee der Schifffahrt Baumann täglich von Allensbach nach Reichenau. Ein Ausflugsziel für die ganze Familie ist der ganzjährig geöffnete Wild- und Freizeitpark Allensbach. Eingebettet in den Bodanrück, einer der schönsten Landschaften der Bodenseeregion, leben rund 300 Wildtiere in riesigen Freigehegen. Auf die kleinen Besucher warten ein großer Abenteuerspielplatz und Attraktionen wie die Riesen- oder Steilrutsche, der Nautic-Jet und neu: der Kettcar-Parcours.

Mittelpunkt des Ortsteils Hegne ist die beeindruckende Schlossanlage, Sitz des gleichnamigen Klosters. Hier soll es einst gespukt haben, bis die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz die Klosteranlage übernahmen. Wer mehr über die bewegte Geschichte der Gegend erfahren möchte, kann zu Fuß auf Spurensuche gehen. Die Themenwanderung „Von Klöstern, Keltengräben und Mammutbäumen rund um Hegne“ führt vom Kloster Hegne zu jahrhundertealten Keltengräbern, über die Nonnenwiesen zum ehemaligen Kloster Adelheiden und zurück nach Hegne. Weitere Infos unter www.allensbach.de und www.kloster-hegne.de

Reichenau & Konstanz

© Keller-ReichenauIdyllische Uferwege und ein kulturelles Erbe von herausragender Bedeutung: Die ehemalige Klosterinsel Reichenau garantiert nicht nur landschaftliche, sondern vor allem auch kulturelle Schönheit. Im Museum Reichenau können sich Inselbesucher über den einmaligen historischen Stellenwert der Reichenau informieren. Gemeinsam mit den drei romanischen Kirchen bilden die Museumsgebäude ein informatives Netzwerk. Naturliebhaber genießen einen Spaziergang auf den Uferwegen, während die kleinen Inselbesucher Muscheln und Steine sammeln und Enten und Schwäne beobachten.

Auch die größte Bodenseestadt Konstanz schaut auf eine lange Geschichte zurück, die in vielen kulturellen Einrichtungen wie dem Archäologischen Landesmuseum und dem Rosgartenmuseum beleuchtet wird. Hier lohnen sich ausgiebige Shopping-Touren durch die Innen- und Altstadt und entspannende Bäderbesuche. Während bei schlechtem Wetter z. B. die Bodensee-Therme oder das SEA LIFE Konstanz locken, sind bei Sonnenschein die Strand- und Freibäder absolute Touristenmagnete. Weitere Infos unter www.reichenau.de und www.konstanz.de